Saatgut gewinnen 4: Der Paprikatest

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, eine (kleine) Statistik ist am allerbesten.

Folgendes Gedankenexperiment:
Stell dir vor, du bist eine Paprikapflanze. An dir wachsen so drei, vier Schoten. Das heißt, du produzierst so ca. 100 Samenkörner, vielleicht auch mehr. Damit du deinen Sinn als Pflanze erfüllst, reicht es, wenn aus diesen 100 Körnern auch nur zwei zu neuen Paprika heranwachsen und wieder Schoten tragen. Klar, einiges fressen Tiere, ein paar sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und so weiter. Aber eine Erfolgsquote von 2% reicht dir am Ende aus um die Art zu erhalten und zu vermehren.

Für mich als Präsident und Landwirtschaftsminister unseres wundervollen Staates ist diese Quote eine Katastrophe und muss verbessert werden. (Erwähnte ich, dass ich Optimierung liebe?)

Also: Keimprobe. Je vier Samen pro Sorte (Paprika gelb, Paprika rot, Chili rot und Chili Poblano) werden blind aus dem Samentütchen gezogen und unter den guten Bedingungen eines selbst gebastelten Versuchsgewächshauses ausgebracht.

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Nach nun 2 Wochen zeichnen sich folgende Keimquotienten ab:

Paprika gelb: 2/4
Paprika rot: 2/4
Chili rot: 1/4
Chili Poblano: 0/4

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Nun. Das ist besser als die Natur, aber das muss besser gehen!
Das Internet rät dazu, Chilisamen vor der Aussaat 24h in Vogelkot einzuweichen. Wenn mein Ehrgeiz meinen Ekel niedergerungen hat, werde ich das vielleicht mal testen. Oder ich ernenne einen Vogelkotminister.

 

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