Ingwer

Die Sache mit dem Ingwer. Schwierig. Hierzu muss ich ausholen.

Im Winter traf ich bei Freunden eine Frau, die mir erzählte, dass sie Ingwer einige Monate lang im Schrank vergessen hat. (Das ist eine Art von Partygespräch, die mir gefällt!)
Dieser fing an zu keimen und sie setzte ihn sich im Blumentopf auf die Fensterbank.

Mich ließ diese Geschichte nicht los, weil ich ja sowieso ein Fan davon bin, aus Dingen, die man wegwerfen würde, noch was zu machen. Doch mein Ingwer wollte partout nicht keimen. Als ich schon nicht mehr daran dachte, bekam ich von meiner Mutter ein paar Daumen übrigen Ingwer mit, den ich (wirklich aus Versehen!) im Schrank vergaß. Und siehe da: beim Frühjahrsputz entdeckten wir: er keimt! Das war im April.

Also ab in den Blumentop damit. Im Internetz las ich, dass man die Knolle nur knapp imt Erde bedecken sollte, wenig bis gar nicht gießen und an einen regengeschützten und hellen Ort stellen sollte. Nun, das tat ich, doch die nächsten 2 Monate tat sich denkbar wenig. Ein paar Halme, dünn und mickrig wie Gras wuchsen aus dem Topf, aber das war’s. Mir gingen langsam die Töpfe für andere Pflanzen aus und so setzte ich die (immer noch knackigen) Knollen in einen halbleeren Blumenkasten und hing sie übers Geländer, quasi in die Umwelt.

Und da geschah es: es wuchs innerhalb von 4 Wochen ein dichtes Wurzelgeflecht unter der Erde, die Knollen bildeten zum einen “Grasbüschel” aus, aber auch an Bambus erinnernde kerzengerade Triebe. Nun warte ich ab, was da noch draus wird und wann/ob und wie ich Ingwerknollen ernten kann.


Balkonistan bedeutet Freiheit!

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