Paprika

Wie die meisten meiner Freizeiterlebnisse beginnt auch dieses mit einer zu spät erlangten Erleuchtung: Man darf mich nicht alleine in den Baumarkt lassen.

Es war an einem lauen Frühlingsnachmittag, als mich die Lebenslust packte (was generell schon nix taugt) und mich zu einem unbeaufsichtigten Besuch im hiesigen Baumarkt verleitete. Nach einigem Schlendern und Spazieren endete ich allenernstes mit 4 Paprikapflanzen. Ach, was waren sie zierlich und klein, vielleicht 10cm hoch, zerbrechlich und unscheinbar.

Und nun? Jetzt ist inzwischen Mitte Juli, die Pflänzchen sind gute 70cm hoch und wachsen im Balkonkasten vor sich hin. Und das eigentlich sehr anspruchslos! Der Standort ist sonnig am Morgen, sonst eher halbschattig, gegossen wird an trüben Tagen ca. 2 mal pro Woche und an heißen Tagen jeden Abend, aber nie zu viel, also keine Staunässe. Sind ja Pflanzen aus eher warmen und nicht ganz so regenreichen gebieten.

Die einzige wirkliche Pflege, die ich ihnen habe angedeihen lassen, war gelegentliches “ausgeizen” (also entfernen) von sinnlosen Trieben. Die bodennähsten Blätter habe ich ziemlich früh entfernt, bei ca. 30cm gesamter Wuchshöhe. Ansonsten werden alle Triebe und Blätter, die in den “Achselhöhlen” nachwachsen, entfernt. Nur die “Baumkrone” der Paprika lass ich wachsen, wie sie will, da fuhrwerke ich nicht dazwischen, um die Blüten mit meinen Bassistenfingern nicht zu verletzen. Ach so, die Blätter entferne ich durch abknipsen mit dem Daumennagel, so hab ich am meisten Kontrolle darüber, was ich entferne und angeblich ist das für den Heilungsprozess der Pflanzenwunde am unproblematischsten.

Seit die Paprika in Blüte stehen, habe ich allerdings Blattlausbefall bemerkt. Wie ich dem Herr wurde, verwurste ich aber in einem eigenen Artikel 🙂


Balkonistan blühe auf!

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